Konferenz "Subaltern Memories" zu den verleugneten Opfern des Nationalsozialismus und des Faschismus in Europa

Von EUROM am 6. und 7. November in Köln organisiert, mit Unterstützung von Katalonien International 

Die jährlich stattfindende Konferenz "Subaltern Memories" der European Observatory on Memories (EUROM) wurde dieses Jahr in Köln organisiert. Am 6. und 7.  November widmete sich diese vierte Ausgabe denjenigen, die als sogenannte »Asoziale« und »Berufsverbrecher« vom Nationalsozialsmus und vom europäischen Faschismus verfolgt wurden. Veranstaltet wurde die Konferenz von EUROM (Barcelona), der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Berlin) und dem ND-Dokumentationszentrum (Köln) mit der Unterstützung von Katalonien International und der Vertretung der Regierung von Katalonien in Deutschland. Als transnationales Netzwerk vereint EUROM verschiedenste Institutionen und Organisationen, die zur Analyse und Förderung von Erinnerungspolitik einen Beitrag leisten. Seit 2012 steht das Netzwerk unter der Leitung der Stiftung Fundació Solidaritat der Universität von Barcelona.

Die Konferenz brachte in zwei Tagen internationale Expert:innen und Akademiker:innen zusammen, die im NS-Dokumentationszentrum über die ideologischen, rechtlichen und institutionellen Gegebenheiten diskutierten, die der Verfolgung bestimmter Menschengruppen in Deutschland und in den nationalsozialistisch besetzten Gebieten dienten, sowie in den alliierten Ländern wie dem faschistischen Spanien. Die Teilnehmenden widmeten sich auch den Zeitzeugnissen sowie dem Verstummenlassen der Opferstimmen und die auch nach 1945 anhaltende soziale Ausgrenzung. Von katalanischer Seite sprachen Jordi Guixé i Oriol López Badell, jeweils Leiter und Koordinator von EUROM, César Lorenzo Rubio und Núria Ricart Ulldemolins, Forschende der Universität von Barcelona, Marie Kapretz, Vertreterin der Regierung von Katalonien in Deutschland, und Laura Molinos als Moderatorin und Vertreterin von Katalonien International.

Vorangehende Ausgaben der Konferenz "Subaltern Memories" rückten den Kampf von LGBTIQ+ (2022), den Fall der Sinti und Roma (2023) und die Verfolgung behinderter Menschen (2024) in den Vordergrund. Parallel zu den Reden und Diskussionsrunden kann vom 8 Oktober bis zum 4. Januar die rahmengebende Ausstellung "Die Verleugneten. Verfolgt als »Asoziale« und »Berufsverbrecher« unter Nationalsozialismus und Faschismus in Europa. Opfer des Nationalsozialismus 1933 - 1945 - heute" besucht werden.

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Video 6. November

Video 7. November

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