Internationale Leitmedien berichten positiv über Katalonien
Katalonien International veröffentlicht den Bericht über die Präsenz und Darstellung Kataloniens in zehn großen Tageszeitungen im Jahr 2025
Seit 2019 analysiert Katalonien International die Präsenz Kataloniens in zehn führenden internationalen Tageszeitungen: The Washington Post und The New York Times (USA), The Guardian und The Daily Telegraph (Vereinigtes Königreich), Frankfurter Allgemeine Zeitung und Süddeutsche Zeitung (Deutschland), Corriere della Sera und La Repubblica (Italien) sowie Le Figaro und Le Monde (Frankreich). Al Detall wurde mit der Erstellung des Berichts für das Jahr 2025 [PDF auf Katalanisch] beauftragt. Neben der Erfassung der Präsenz und der Erwähnungen Kataloniens und die Mitgliedsorganisationen des Konsortiums analysiert der Bericht unter anderem auch den Tonfall, die beteiligten Akteure und die Informationsquellen.
Zu den wichtigsten Ergebnissen des Berichts zählen folgende Punkte:
- Im Jahr 2025 wurden in den zehn analysierten Zeitungen insgesamt 768 Beiträge über Katalonien veröffentlicht, was etwa zwei pro Tag entspricht und unter dem Vorjahreswert (1.000) liegt. Diese Zahl umfasst sowohl Artikel, in denen Katalonien Hauptthema ist (20,8%), Nebenthema (18,8%) oder lediglich erwähnt wird (60,4%).
- Nach Themenbereichen dominieren deutlich Sport (32%) und Kultur (30,1%), gefolgt von Gesellschaft (20,1%), Politik (11,8%) und Wirtschaft (6,0%).
- Die fünf meistbehandelten Themen im Jahr 2025 waren: katalanische Künstlerinnen und Künstler sowie Festivals (112 Beiträge), FC Barcelona (101), verschiedene Sportlerinnen und Sportler (50), wissenschaftliche Studien und Forschungsprojekte (41) sowie Bücher und Filme (37).
- Die Verteilung der Beiträge nach Ländern ist relativ ausgewogen, wobei der europäische Block vorne liegt (Italien 29,8 %; Deutschland 21,6 %; Vereinigtes Königreich 21,5 %; Frankreich 19,4 %) und die USA dahinter folgen (7,7 %). Die meisten Beiträge veröffentlichten Corriere della Sera (150), The Guardian (93) und die FAZ (90).
- Obwohl der vorherrschende Tonfall neutral ist - was für journalistische Berichterstattung üblich ist -, ist bemerkenswert, dass positive Beiträge stets die negativen überwiegen und bei Themen wie Gastronomie und Tourismus sogar häufiger sind als neutrale. Eine Ausnahme bilden Berichte über Wohnungsprobleme und Overtourism sowie politische Themen, bei denen der negative Tonfall überwiegt. Zudem gilt: Je größer die Rolle Kataloniens im Artikel, desto positiver ist tendenziell der Ton. Wenn Katalonien Hauptthema ist, ist der positive Ton die häufigste Kategorie.
- Wissenschaftliche Forschung mit katalanischer Beteiligung erweist sich als klarer Faktor für Prestige und Reputation und weist überwiegend einen positiven Ton auf. Am häufigsten wird die UB erwähnt (27 Beiträge), gefolgt von der UAB (10), der UPF (3) sowie URV, UdG und UPC (jeweils 1). Der Tourismus hingegen vermittelt ein ambivalentes Bild: Katalonien erscheint als attraktives Reiseziel - insbesondere in der angelsächsischen Presse -, wird jedoch auch negativ dargestellt, wenn es um wohnungsbezogene Probleme geht, insbesondere in Städten wie Barcelona.
- Im Sport ist der FC Barcelona der zentrale Akteur, jedoch nicht der einzige. Tatsächlich weist die Frauenfußballmannschaft des Vereins einen höheren Anteil positiver Berichterstattung auf als die Männermannschaft. Berichte über die Wiedereröffnung und Verzögerungen bei den Bauarbeiten am Camp Nou sind hingegen überwiegend negativ. Einige Sportler werden in internationalen Nachrichten häufig ausdrücklich mit Katalonien in Verbindung gebracht, etwa Josep Guardiola, Luis Enrique oder Cesc Fàbregas.
- In der Politik erscheinen Nachrichten über Katalonien häufig im Zusammenhang mit der Regierungsfähigkeit Spaniens. Junts per Catalunya und Carles Puigdemont sind die am häufigsten genannten katalanischen Akteure im Kontext von Verhandlungen mit Madrid, während Salvador Illa als stabilisierende Figur dargestellt wird. Zudem gibt es Berichte über Besorgnis hinsichtlich des Aufstiegs der katalanischen extremen Rechten im Zusammenhang mit der Einwanderungsdebatte.
- Die katalanischen Künstlerinnen und Künstler mit den meisten Erwähnungen im Jahr 2025 waren Antoni Gaudí (26), Pablo Picasso (17), Salvador Dalí (12), Joan Miró (9), Rosalía (6), Ildefonso Falcones (6) und Jordi Savall (5). Im Zusammenhang mit Katalonien werden auch Namen wie George Orwell, Javier Cercas und Björk genannt.
- Die Liste der in Beiträgen über Katalonien genannten Medienquellen wird von der spanischen Zeitung El País angeführt, gefolgt mit einigem Abstand von La Vanguardia und El Periódico de Catalunya.